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Vorwort

Schon viele Jahre beschäftigt mich die Idee, Musik und Malerei zusammen erlebbar zu machen. Das ist selbstverständlich nur subjektiv möglich, denn verschiedene Menschen erleben sicherlich, wenn überhaupt, ganz unterschiedliche Bilder zu derselben Musik. Meine ersten Versuche bestanden darin, zu beliebig laufender Musik mit dem Pinsel und schwarzer Tusche spontan Zeichen und Symbole zu formulieren, die das Gehörte wiederspiegeln sollten. Dabei kamen fast unwillkürlich Formen wie chinesische Schriftzeichen heraus. Später beschäftigte ich mich dann planmäßiger mit der Verbindung von Musikstücken und Bildern. Über sechs Jahre befasste ich mich mit den “Bilder einer Ausstellung” von Modest Moussorgskij. Dabei waren mir einige der Ursprungsarbeiten des Malers Hartmann bekannt, welche den Kompositionen Moussorgskijs zugrunde lagen. Ich habe aber eigene Interpretationen zur Musik zu finden versucht. 1984 war die Reihe von 10 Bildern und einigen “Promenaden” fertig. 1986 kam es dann zu einer Ausstellungsaufführung in Form einer audiovisuellen Schau in Wildeshausen bei Bremen. Der Konzertpianist Johannes Cernota spielte das Werk auf dem Klavier, dazu zeigte ich jeweils die entsprechende Bilder als Dia-Projektion auf einer großen Leinwand, so dass die Zuschauer / Hörer Bilder und Musik zugleich aufnehmen konnten. Während ich zu Moussorgskij´s "Bilder einer Ausstellung" überwiegend konkrete Darstellungen gemalt habe, reizte mich bei den Etüden von Franz Liszt das Abstrakte. Beim Hören von Musik sehe ich meist, wenn ich mich darauf konzentriere, synchron unzählige abstrakte Farbräume und Formmuster, die sich dynamisch zur Musik bewegen und verändern. Daraus versuche ich das für mich bzw. das Musikstück Wesentliche auszuwählen und zunächst in Skizzen, die dann weiterverarbeitet werden, festzuhalten.

Bei meinen hier Ausgestellten 12 Liszt-Bildern handelt es sich um die bildliche Darstellung der “12 Etudes d'exécution transcendante” in der Fassung von 1851 von Franz Liszt. Der Zeitraum für die Entstehung der 12 Bilder geht von 1991 bis 2003. Die Darstellung der Bilder ist auch nach einem audiovisuellen Konzept möglich, welches folgend beschrieben wird.


Mögliches audiovisuelles Darstellungskonzept der 12 Franz Liszt Bilder

Für einen audiovisuellen Kunstgenuss sollten während des Klaviervortrags die Gemälde synchron als große Lichtbilder (z.B. Dia, Beamer) gezeigt werden. Anschließend, nach der Aufführung, würde die Eröffnung der Ausstellung mit den realen Ölbildern in (meistens) anderen Räumlichkeiten stattfinden. dort ist es möglich, die Bilder auch ohne Kenntnis der zugrunde liegenden Musikstücke zu betrachten. Die Bilder sind eigenständige Kunstwerke.

Raum I Raum II/III
Klaviervortrag parallel zu Ausstellung der 12 Bilder
a) Lichtbildern (Dia's) Ausstellungseröffnung
b) Videofilm unmittelbar nach dem Konzert
c) Digitale Leinwand für Konzertbesucher und
d) Laserdarstellung 3D Ausstellungsbesucher

I 12 Bilder hintereinander ca. 70 Minuten
II 6 Bilder-Pause-6 Bilder ca. 80 Minuten
III 4 Bilder-Pause-4 Bilder-Pause-4 Bilder ca. 90 Minuten
IV 3 Bilder-Pause usw. ca. 100 Minuten

1. Vortrag von einem Pianisten
2. Vortrag von verschiedenen Pianisten